Predictive Homöopathie
Was ist das?

Kurz gesagt ist Predictive Homöopathie eine Weiterentwicklung der Klassischen Homöopathie nach den Regeln Hahnemanns. Hahnemann forderte seine Nachfolger nach der Formel der Aufklärung zum Wagnis des Wissens und Forschens auf: "aude sapere". Es ging ihm dabei um nichts anderes als eine vernünftige, praxisorientierte Weiterentwicklung der Homöopathie - zum Wohle des Patienten. Große Homöopathen wie Bönninghausen, Hering, Boger oder Kent haben Bedeutendes zu dieser Weiterentwicklung beigetragen.

Dr. Prafull Vijayakar nutzt das Wissen der modernen medizinischen Wissenschaften (insbesondere der Genetik, der Physiologie, der Psychologie, der Biochemie) und kombiniert es mit dem Wissen der Klassischen Homöopathie. Auf diesem Weg lassen sich viele Phänomene neu verstehen, die Hahnemann zu seiner Zeit zwar schon beobachtete, aber noch nicht erklären konnte. Durch das systematische Neuverständnis der alten Prinzipien ist die Homöopathie, insbesondere der Heilungsverlauf, vorhersagbarer geworden. Daher nennt Dr. Vijayakar dieses weiterentwickelte System der Klassischen Homöopathie auch Predictive Homoeopathie, vorhersagbare Homöopathie.

Der erste Stützpfeiler der Predictiven Homöopathie ist die Theorie der Unterdrückung. Bessert sich in der homöopathischen Behandlung beispielsweise ein Asthma, tauchen kurz darauf jedoch rheumatische Beschwerden auf, ist sich der behandelnde Homöopath oft nicht sicher, ob es sich hierbei um eine Heilung handelt oder um ein Unterdrückungsphänomen des Asthmas. Genau an dieser Stelle der Behandlung können schnell folgenschwere Fehler gemacht werden. Daher misst Dr. Vijayakar der Folgekonsultation eine übergeordnete Bedeutung zu. Durch die Predictive Homöopathie lässt sich bei einer Behandlung ziemlich exakt vorhersagen, welche Symptome sich als erstes verbessern, welche Symptome sich anfangs verschlechtern und wie der Heilungsverlauf insgesamt zu erwarten ist. Ein zweiter Pfeiler der Predictiven Homöopathie sind die Gesetzmäßigkeiten der Miasmen. Durch das tiefgehende Verständnis von Hahnemanns "Organon" und seinen "Chronischen Krankheiten" einerseits und der modernen Pathophysiologie andererseits konnte Dr. Vijayakar das System der Miasmen entmystifizieren. Er schrieb die Materia Medica auf der Basis der Gesetzmäßigkeiten der Miasmen um und schuf so ein einfaches und dennoch geniales Modell der Miasmen, ohne dabei Hahnemanns Weg zu verlassen. Denn wie schon Hahnemann erläuterte, ist die Heilung schwerer chronischer Krankheiten ohne die miasmatische Sichtweise nur selten möglich. Dr. Vijayakar erarbeitete sich die Materia Medica trimiasmatisch: Er zeigt auf, wie ein Arzneimittel psorisch, sykotisch und syphilitisch zu erwarten ist. So beschreibt er z.B. das hysterische Ignatia als rein syphilitisch, während es in der Psora sehr ehrgeizig, schlank, nachsichtig und gehorsam ist.

Hat man die Gelegenheit, Dr. Vijayakar in seiner täglichen Praxis über die Schulter zu schauen, sieht man mit eigenen Augen, welche Möglichkeiten und Erfolge die Predictive Homöopathie bietet. Ein hoher Anteil von Patienten mit Krebserkrankungen, Aids, Multipler Sklerose, juveniler Diabetes etc. wird wieder gesund. Zu verdanken ist dies der Predictiven Homöopathie, denn die Homöopathie behandelt nicht die Krankheit im Menschen, sondern den Menschen, der krank ist. Ziel ist es, das genetische Simillimum zu verordnen, wie Dr. Vijayakar es nennt. Wenn dies geschieht, wenn das richtige Mittel gefunden wird, ist die stimulierte Lebenskraft zu immensen Veränderungen imstande.

Samuel Hahnemann
Samuel Hahnemann
Prafull Vijayakar
Prafull Vijayakar

 

Den Einführungsartikel zum Kongress der Homöopathie Konkret von Oliver Müller finden Sie hier als Download.